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Letztes Update:  14.06.2018

08.03.2018 Neues Mobilgerät "President Richard" für April/Mai angekündigt 
08.03.2018 UKW-Piratensender in Düsseldorf ausgehoben 
15.03.2018 Unzulässiger Funkkopfhörer störte Düsseldorfer Flugfunk 
14.06.2018 keine neue Nachrichten 


08.03.2018 Neues Mobilgerät "President Richard" für April/Mai angekündigt 

Die Firma President Electronics hat für April/Mai 2018 ein neues Mobilfunkgerät mit der Bezeichnung "President Richard" angekündigt. Das berichtet der "President-Insider" Simon Parker ("Simon the Wizard") in seinem Blog.

Bisher vorliegenden Informationen zufolge wird es sich beim "Richard" um ein 10m/12m-Amateurfunkgerät handeln, der Frequenzbereich ist mit 28,000 bis 29,700 MHz und 24,890 bis 24,990 MHz angegeben. Es ist damit zu rechnen, dass das "Richard" - wie bei Geräten dieser Art üblich - für den CB-Bereich erweiterbar sein wird.

President hatte bereits vor längerer Zeit schon mal ein Mobilgerät mit der Modellbezeichnung "Richard" im Programm. Dabei handelte es sich um ein Gerät mit den Modulationsarten AM, FM und SSB. Das neue "Richard" wird dagegen nur über AM und FM verfügen (kein SSB).

Technische Daten und weitere Infos zum "Richard" können auf der President-Website unter http://t1p.de/pnxn eingesehen werden. Über den Preis des Geräts ist noch nichts bekannt.



08.03.2018 UKW-Piratensender in Düsseldorf ausgehoben 

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur hat am 2. März 2018 in Düsseldorf einen UKW-Piratensender ausgehoben. Das berichtet das Nachrichtenportal "report-D".

Der automatisch betriebene Sender arbeitete auf der Frequenz 99,6 Mhz und sendete rund um die Uhr ein Musikprogramm. Die Anlage war war auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses versteckt. Sie bestand aus einer Senderplatine mit nachgeschalteter PA (Sendeleistung unbekannt), einem RDS-Encoder (Kennung: "99,6 Hitzzz"), sowie einem PC, auf dessen Festplatten das Musikprogramm gespeichert war und über den die Steuerung des Senders und die Stromversorgung erfolgte.

Wie Bilder der Bundesnetzagentur zeigen, war die Anlage recht laienhaft aufgebaut. Über die Betreiber ist nichts bekannt. Die Bewohner des Hauses wollen von der Existenz der Anlage nichts gewusst haben.

Die Düsseldorfer Polizei war an der Aushebung offensichtlich nicht beteiligt. Der Meldung von "report-D" zufolge sah sie "keinen Grund, Amtshilfe zu leisten".



15.03.2018 Unzulässiger Funkkopfhörer störte Düsseldorfer Flugfunk 

Weil er den Flugfunk des Düsseldorfer Flughafens gestört haben soll, bekam ein 82-jähriger Bewohner eines Altenheims in Meinerzhagen (NRW) Besuch vom Prüf- und Messdienst (PMD) der Bundesnetzagentur.

Einer Meldung des Regionalportals com-on.de zufolge hatten Piloten beim Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen festgestellt, dass ihre Kommunikation mit dem Tower durch Störungen beeinträchtigt wurde.

Die Flughafen-Verwaltung informierte die Bundesnetzagentur. Deren PMD suchte daraufhin großräumig das in Frage kommende Gebiet ab und wurde schließlich im mehr als 60 Kilometer entfernten Meinerzhagen fündig.

Als Störenfried entpuppte sich ein Billig-Funkkopfhörer der chinesischen Marke "Jelly Comb", der auf einer (nicht näher genannten) Flugfunkfrequenz sendete und in Deutschland weder verkauft noch betrieben werden durfte. Der Sohn des 82-jährigen Heimbewohners hatte den Kopfhörer im Internet gekauft. Das Gerät wurde vom PMD sichergestellt.

Der Verkauf (das "Bereitstellen auf dem Markt") und der Betrieb solcher Geräte können als Ordnungswidrigkeiten gemäß "Funkanlagengesetz" bzw. "Telekommunikationsgesetz" mit Bußgeld geahndet werden. Die Bundesnetzagentur will sich darum "kümmern", dass der Kopfhörer nicht mehr weiter im Internet angeboten wird. Gegen den 82-jährigen "Betreiber" wird voraussichtlich kein Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet, 
weil er nicht vorsätzlich gehandelt hatte.




Irrtumer und Änderungen vorbehalten
Detlef Wipperfürth
© 06/2018
Qulle: FM - DAS FUNKMAGAZIN